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Kulinarisches in Coburg

Kulinarisches in Coburg

Der auf dem Giebel des Coburger Rathauses angebrachte heilige Mauritius wird von Coburgern auch gern als Bratwurstmännla bezeichnet. Grund dafür ist das Natíonalgericht, die Coburger Bratwurst, deren Länge sich nach dem Marschallstab des Mauritius richtet. Das Besondere der Bratwurst ist aber eigentlich nicht die Länge, sondern die Art der Zubereitung. Auf einem offenen Grill, der auf dem Marktplatz ganzjährig geöffnet ist, wird die Wurst über Kiefernzapfen gegrillt, welche der Wurst ihr ganz eigenes Aroma verleihen.

Die Coburger Klöße, die gern zu Fleischgerichten gereicht werden, sind denen der Thüringer Klöße angelehnt. Allerdings bestehen sie nicht wie die Thüringer Klöße aus rohem Kartoffelteig, sondern nur zu einem Drittel aus rohem Kartoffelteig. Die anderen zwei Drittel bestehen aus gekochtem Kartoffelteig. Als Füllung der Klöße dürfen geröstete Weißbrotwürfel nicht fehlen.

Auch für Süßes sind die Coburger zu haben und so haben sie ihr ganz eigenes Lebkuchen-Rezept. Das lebkuchenartige Gebäck wird aus einem Honigteig gebacken, der mit Nüssen, Gewürzen, Zitronat, Mandeln und Orangeat angereichert wurde. Nach dem Backen bekommen die Coburger Schmätzchen einen Mantel aus Schokolade und, das ist die Besonderheit, etwas Blattgold obenauf. Coburger Schmätzchen sind kein typisches Weihnachtsgebäck, sondern wurde früher anlässlich des Gregoriustages gebacken und an Kinder der Grundschule ausgegeben. Dieser Brauch wird aber seit dem Jahre 1972 nicht mehr fortgeführt, denn der Gregoriustag wurde zuletzt im Vorjahr am 13. Juli gefeiert.